Sightseeing mal anders
Die Sportler des UJKC Potsdam staunten nicht schlecht, als ihnen ihre Trainer Yvonne Bönisch und Mario Schendel am Samstagmorgen erklärten, was denn ihre heutige Aufgabe wäre. Denn diese hatten sich eine ganz besondere Trainingseinheit für diesen sonnigen Morgen ausgedacht. Auf dem Programmplan standen nämlich Treppenläufe mit kulturellem und zeithistorischem Hintergrund am Schloss Sanssouci, wo vor etwa 250 Jahren noch Friedrich der Große residierte. Und nun dienten die 132 Treppenstufen hinauf zum Schloss der Konditionierung der Potsdamer Nachwuchsjudoka. Nach einem kurzen Erwärmungslauf von der MBS-Arena zum Park Sanssouci ging es direkt ans Eingemachte. Ob im Sprint, einbeinig, oder partnerweise per Huckepack, die Sportler bezwangen die Stufen Ein ums Andere Mal und gingen dabei auch an ihre physischen Grenzen.
Dies blieb natürlich auch nicht den zahlreichen Touristen verborgen, die bei diesem wunderschönen Wetter den Weg in den Park fanden und sichtlich beeindruckt waren, von dem Einsatzwillen der Potsdamer Judoka.
Nach einer kurzen Verpflegungspause im Clubraum des UJKC ging es dann am Nachmittag direkt weiter mit dem sportlichen Treiben. Angesetzt war ein zweistündiges Randori, zusammen mit den Männern des Bundesligateams. Erst danach konnten sich die Sportler ein wenig entspannen und sich auf den Sonntag vorbereiten.
Denn auch dieser hatte es absolut in sich. In Dreierteams aufgeteilt galt es nun, drei Stunden lang die Wasserwege rund um Potsdam mit dem Kanu zu erkunden. Natürlich ließ es sich das Trainerteam auch hier nicht nehmen, ab und zu ein wenig Wettkampfcharakter hineinzubringen und so kam es in unregelmäßigen Zeitabständen zu vereinzelten Sprintduellen zwischen den einzelnen Booten.
Punkt 12 Uhr war dann dieser kleine Ausflug in eine andere Sportart beendet und die Jungs und Mädels hatten wieder festen Boden unter den Füßen, zwar leicht durchnässt, aber sicherlich auch glücklich, dass sie nun wieder ihre Beine, anstatt ihrer Arme benutzen konnten, um sich fort zu bewegen.
Den freien Nachmittag genossen dann alle zu Hause und vermutlich träumte der Eine oder Andere während seines Mittagsschlafs noch immer von den 132 Stufen hoch zum Schloss Sanssouci, oder aber von den schönen Wasserstraßen Potsdams.
M.Schendel












